Hochwasserschutz und Klimaanpassung in Wismar – Tilo Gundlack
Hochwasserschutz und Klimaanpassung: Wie bleibt Wismar sicher und lebenswert?
Die Lage am Wasser ist eine der großen Stärken Wismars – und zugleich eine dauerhafte Aufgabe für Stadtentwicklung und Küstenschutz.
Welche Unterstützung sollte Wismar vom Land erhalten, damit Hochwasserschutz, Klimaanpassung und eine attraktive Entwicklung der Stadt gemeinsam geplant und dauerhaft finanziert werden können?
Eine Stadt am Wasser
Wismars Lage an der Ostsee prägt die Identität der Hansestadt. Hafen, maritime Wirtschaft, Tourismus und öffentliche Räume am Wasser gehören zu ihren besonderen Stärken. Gleichzeitig bedeutet eine Lage an der Küste, dass Hochwasserschutz dauerhaft berücksichtigt werden muss.
Die Herausforderung besteht darin, Schutzmaßnahmen möglichst gut in die Stadtentwicklung einzubinden. Mauern, Anlagen und technische Infrastruktur dürfen nicht erst geplant werden, wenn ein konkretes Schadensereignis bereits eingetreten ist. Vorsorge benötigt langfristige Planung.
Am 23. Februar 2026 wurde der sanierte Brunkowkai mit Wasserwanderrastplatz eingeweiht. Das Projekt zeigt, wie Infrastruktur am Wasser, öffentlicher Raum und weitere städtebauliche Anforderungen miteinander verbunden werden können. Der Bereich wurde nach mehreren Monaten Bauzeit neu gestaltet.
Hochwasserschutz ist langfristige Infrastruktur
Schutzmaßnahmen besitzen häufig eine lange Lebensdauer. Fehler bei Planung oder Unterdimensionierung lassen sich später nur teuer korrigieren. Deshalb müssen Risiken regelmäßig bewertet und technische Standards angepasst werden.
Für eine historische Hafenstadt ist die Aufgabe besonders anspruchsvoll. Schutzanlagen müssen mit bestehender Bebauung, Hafenfunktionen, Denkmalschutz und öffentlichen Räumen vereinbar sein. Nicht überall lässt sich dieselbe technische Lösung anwenden.
Klimaanpassung ist mehr als Küstenschutz
Auch wenn Hochwasser für Wismar besonders sichtbar ist, umfasst Klimaanpassung weitere Bereiche. Starkregen kann Entwässerungssysteme belasten. Längere Hitzeperioden erhöhen die Bedeutung von Grünflächen und Schatten. Trockenheit kann Stadtbäume und Vegetation beeinträchtigen.
Eine klimaangepasste Stadtentwicklung berücksichtigt deshalb Wasser, Grün, Gebäude und öffentliche Räume gemeinsam. Maßnahmen können gleichzeitig mehrere Vorteile besitzen: Grünflächen verbessern Aufenthaltsqualität und können bei Hitze helfen, wasserdurchlässige Flächen unterstützen den Umgang mit Niederschlag und moderne Gebäude können Energie sparen.
Vorsorge kostet – Schäden aber ebenfalls
Investitionen in Schutzmaßnahmen sind häufig teuer. Gleichzeitig können Schäden durch Hochwasser oder Extremwetter enorme Kosten verursachen. Finanzpolitik muss deshalb berücksichtigen, dass Vorsorge nicht nur Ausgabe, sondern Risikomanagement ist.
Gerade Kommunen können umfangreiche Küstenschutz- oder Klimaanpassungsprojekte oft nicht allein finanzieren. Förderprogramme des Landes und des Bundes sind deshalb von großer Bedeutung. Wichtig ist, dass Finanzierung planbar und langfristig verfügbar ist.
Klima- und Hochwasserschutz werden in den geprüften Kandidateninformationen nicht als persönliche Schwerpunkte Tilo Gundlacks genannt. Deshalb werden auf dieser Seite keine konkreten persönlichen Versprechen behauptet. Der Bezug entsteht aus der Lage seines Wahlkreises Wismar.
Stadtentwicklung und Schutz verbinden
Schutzmaßnahmen können dann besonders sinnvoll sein, wenn sie mit ohnehin anstehenden Bau- und Sanierungsprojekten verbunden werden. Dadurch lassen sich öffentliche Räume modernisieren und gleichzeitig Risiken reduzieren.
Das Beispiel Brunkowkai macht sichtbar, dass eine Fläche am Wasser nicht ausschließlich technische Infrastruktur sein muss. Aufenthaltsqualität und maritime Nutzung können Teil eines Gesamtprojektes sein. Diese Verbindung ist für Wismar besonders wichtig, weil Wasserlagen touristisch und städtebaulich attraktiv sind.
Historische Altstadt besonders berücksichtigen
Wismars UNESCO-Welterbe stellt besondere Anforderungen an bauliche Veränderungen. Hochwasserschutzmaßnahmen in historischen Bereichen müssen deshalb sorgfältig geplant werden. Funktionaler Schutz und Erhalt des Stadtbildes dürfen nicht leichtfertig gegeneinander ausgespielt werden.
Das erfordert fachliche Expertise und häufig individuelle Lösungen. Gerade solche Projekte können kommunale Haushalte stark belasten und benötigen Unterstützung über mehrere politische Ebenen.
Wer trägt Verantwortung?
Klimaanpassung ist eine gemeinsame Aufgabe. Kommunen kennen die örtlichen Gegebenheiten, das Land setzt rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen und der Bund kann große Programme finanzieren. Private Eigentümer und Unternehmen müssen ebenfalls Vorsorge treffen.
Für einen Landtagskandidaten ist besonders die Schnittstelle zwischen Kommune und Land relevant. Welche Förderprogramme sind notwendig? Wo braucht es schnellere Verfahren? Wie können kommunale Planungen langfristig abgesichert werden?
Lebensqualität und Sicherheit gehören zusammen
Eine klimaangepasste Stadt sollte nicht nur sicherer, sondern möglichst auch lebenswerter werden. Grünflächen, attraktive Uferbereiche, sichere Wege und gute öffentliche Räume können sowohl Vorsorge als auch Lebensqualität verbessern.
Deshalb ist es sinnvoll, Klimaanpassung nicht als isoliertes Umweltprojekt zu betrachten. Sie berührt Gesundheit, Stadtplanung, Wirtschaft, Tourismus und kommunale Finanzen. In Wismar kommt zusätzlich die Bedeutung von Hafen und Welterbe hinzu.
Heute planen, bevor Probleme größer werden
Viele Klimaanpassungsmaßnahmen wirken erst langfristig. Bäume benötigen Jahre, bis sie groß sind. Entwässerungssysteme und Küstenschutzanlagen werden für Jahrzehnte gebaut. Flächen, die heute versiegelt oder bebaut werden, stehen später möglicherweise nicht mehr zur Verfügung.
Deshalb ist frühzeitige Planung wichtig. Die Frage an die Politik lautet nicht nur, wie auf ein konkretes Ereignis reagiert wird, sondern welche Risiken bereits heute in Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden.
Wie möchte er sich im Landtag dafür einsetzen, dass Wismar genügend Unterstützung für Hochwasserschutz und Klimaanpassung erhält und diese Investitionen gleichzeitig mit einer attraktiven Stadt- und Hafenentwicklung verbunden werden können?
FAQ
Warum ist Hochwasserschutz für Wismar besonders relevant?
Wismar liegt unmittelbar an der Ostsee und verfügt über Hafen-, Ufer- und Innenstadtbereiche, die langfristig gegen Hochwasser und andere klimatische Risiken geschützt werden müssen.
Was ist 2026 am Brunkowkai passiert?
Der sanierte Brunkowkai mit Wasserwanderrastplatz wurde am 23. Februar 2026 nach mehrmonatiger Bauzeit eingeweiht.
Ist Klimapolitik ein persönlicher Schwerpunkt Tilo Gundlacks?
In den geprüften Kandidatenangaben nicht als eigener Schwerpunkt. Deshalb wird die konkrete Position als offene Frage formuliert.

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